Belegte Aussage — Dr. Hans-Thomas Tillschneider (AfD)
„Umweltbildung ist nichts anderes als der Versuch, unseren Kindern die CO₂-Ideologie einzutrichtern.“
Quelle
Kodierte sprachliche Mittel
DesinformationKampfbegriffSprachkritische Analyse
Die Formulierung verschiebt Umweltbildung aus dem Register der Wissensvermittlung in das Register der Glaubenslehre: Mit »CO₂-Ideologie« wird der wissenschaftliche Konsens zum menschengemachten Klimawandel als politisches Glaubenssystem umetikettiert, mit »einzutrichtern« der pädagogische Vorgang selbst als Indoktrination von Kindern gedeutet. Ein Sachverhalt, für den es einen breiten fachwissenschaftlichen Konsens gibt, wird so implizit als bloße Meinungssache dargestellt, ohne dass ein einziges Gegenargument in der Sache vorgebracht werden muss.
So hört der ideologiekritisch geschulte Leser das unausgesprochene Kalkül (Rekonstruktion, kein Zitat):
Ich muss nicht ein einziges Argument gegen die Klimaforschung vorbringen — ich tausche nur ein Wort aus. Sage ich »CO₂-Ideologie« statt »Klimaschutz« oder »wissenschaftlicher Konsens«, klingt jede Erkenntnis über den Treibhauseffekt plötzlich nach Glaubensbekenntnis, nach etwas, dem man auch widersprechen darf, ohne einen Gegenbeweis zu liefern. Und mit »einzutrichtern« hole ich die Kinder ins Bild: Wer Kindern etwas »eintrichtert«, betreibt keine Bildung mehr, sondern Manipulation, fast schon Missbrauch pädagogischer Macht. So erledige ich mit einem Halbsatz zwei Dinge zugleich — ich entwerte die Wissenschaft zur Sekte, und ich mache aus einer Erzieherin eine Täterin. Wer mir jetzt widerspricht, muss erst diese ganze aufgeladene Rahmung wieder abtragen, bevor er überhaupt zur Sache kommt. Genau diese Verzögerung ist mein Vorteil.