Belegte Aussage — Margret Wendt (AfD)
„Diese Multis interessieren sich nicht für Ökologie, nutzen aber Kinderglauben von globaler Umweltgerechtigkeit aus, um neue Märkte für erfundene Kunstprodukte wie CO2-Zertifikate zu schaffen, mit denen dann eifrig gehandelt wird.“
Quelle
Kodierte sprachliche Mittel
KampfbegriffDesinformationSprachkritische Analyse
Die Formulierung belegt ein seit 2005 etabliertes, real existierendes klimapolitisches Marktinstrument — den EU-Emissionshandel — mit den Wörtern »erfunden« und »Kunstprodukt« und rückt es damit sprachlich in die Nähe von Fiktion und Schwindel. Zugleich wird der Handel mit Zertifikaten als bloßes Geschäftemachen multinationaler Konzerne gerahmt, die »Kinderglauben« an Klimagerechtigkeit ausnutzten. So wird ein bestehendes, regulatorisch verankertes Instrument diskreditiert, ohne dass seine tatsächliche Funktionsweise oder Wirkung diskutiert werden muss.
So hört der ideologiekritisch geschulte Leser das unausgesprochene Kalkül (Rekonstruktion, kein Zitat):
Ich nenne etwas, das real existiert und seit fast zwei Jahrzehnten läuft, einfach »erfunden« — dann muss ich nicht mehr erklären, wie es funktioniert oder ob es wirkt, ich habe es schon als Kunstgriff entlarvt, bevor jemand fragen kann. »Kunstprodukt« klingt nach Attrappe, nach etwas, das es nur auf dem Papier gibt, obwohl damit tatsächlich Emissionsrechte gehandelt werden, die einen Preis haben und Unternehmen zum Sparen zwingen. Wer daran glaubt, dass CO2-Zertifikate dem Klima nützen, erkläre ich zum naiven Kind — so verschiebe ich die Beweislast: nicht ich muss belegen, dass das Instrument nicht wirkt, sondern die anderen müssen sich rechtfertigen, warum sie so leichtgläubig sind. Und die Multis, die ich ins Spiel bringe, sind austauschbar — sie brauchen kein Gesicht und keinen Beleg, sie sind nur der Beweis, dass hinter der ganzen Klimapolitik am Ende doch nur Geschäft steckt.