Belegte Aussage — Robert Farle (AfD)
„Dort gibt es überhaupt keine Coronaeinschränkungen mehr, weil sie begriffen haben, dass das eine Fake-Pandemie war.“
Quelle
Kodierte sprachliche Mittel
Leugnen & VerharmlosenDesinformationSprachkritische Analyse
Der Ausdruck „Fake-Pandemie“ bestreitet die Realität der Pandemie als solche und suggeriert mit dem Verweis auf ein Land ohne Einschränkungen, dass deren Aufhebung dort bereits die Fiktionalität der Pandemie belege – eine Schlussfolgerung, die zeitliche Abfolge mit Kausalität verwechselt und den medizinischen Konsens über die Pandemie ignoriert.
So hört der ideologiekritisch geschulte Leser das unausgesprochene Kalkül (Rekonstruktion, kein Zitat):
Ich behaupte nicht vorsichtig, die Maßnahmen seien übertrieben gewesen – ich bestreite gleich die ganze Pandemie als „Fake“. Als Beleg reicht mir, dass irgendwo die Einschränkungen aufgehoben wurden; dass das an sinkenden Fallzahlen, Impfquoten oder politischen Abwägungen liegen könnte, erwähne ich nicht. Ich tue so, als wäre „keine Einschränkungen mehr“ gleichbedeutend mit „es gab nie eine Gefahr“ – ein Schluss, den ich nie offen begründen muss, wenn ich ihn nur oft genug wiederhole. So mache ich aus einer weltweiten Krankheitswelle mit vielen Toten eine Erfindung, an die andere angeblich nicht mehr glauben.