Belegte Aussage — Alexander Raue (AfD)
„Die Sozis und die GRÜNEN pilgern ja schon zu Klausuren der LINKEN, um eine Koalition der Verlierer zu schmieden. Und für die LINKEN sind Gutverdiener wie Steuerberater und Wirtschaftsprüfer seit je her ein kapitalistisches Feindbild.“
Quelle
Kodierte sprachliche Mittel
KampfbegriffPauschalisierenSprachkritische Analyse
Die Formulierung verkleinert die SPD durch die abwertende Verballhornung „Sozis“ und unterstellt mit dem Bild des „Pilgerns“ zu Klausuren der LINKEN eine ideologische Anbiederung, ohne diese zu belegen. Zugleich pauschalisiert sie die LINKE als durchgängig kapitalismusfeindlich gegenüber ganzen Berufsgruppen und erzeugt so den Eindruck einer geschlossenen, wesensmäßig feindseligen „Koalition der Verlierer“.
So hört der ideologiekritisch geschulte Leser das unausgesprochene Kalkül (Rekonstruktion, kein Zitat):
Ich nehme SPD und Grüne und mache sie mit einem einzigen Kosewort klein — „Sozis“ klingt nach Stammtisch, nicht nach Regierungspartei. Dass sie sich mit der LINKEN treffen, nenne ich nicht Gespräch, sondern „Pilgern“ — als würden sie einer Glaubenslehre huldigen, nicht Politik machen. Und weil ich keine einzelne Position der LINKEN zitieren muss, sage ich einfach, sie hätten Steuerberater und Wirtschaftsprüfer „seit je her“ zum Feindbild — ein Pauschalurteil, das keine Ausnahme kennt und darum keinen Gegenbeweis fürchten muss. Am Ende steht ein Bild: drei Parteien, die sich zur „Koalition der Verlierer“ zusammenrotten — wer soll dem noch trauen wollen?