Belegte Aussage — Daniel Roi (AfD)
„Und dann kam das ganze Klimagedöns, das wir kennen, womit Sie rechtfertigen, dass die Energiepreise so hoch sind.“
Quelle
Kodierte sprachliche Mittel
KampfbegriffSprachkritische Analyse
Der Ausdruck »Klimagedöns« wertet Klimapolitik mittels eines abschätzigen Kampfbegriffs als lästiges Beiwerk ab und stellt ihn unmittelbar mit gestiegenen Energiepreisen in einen ursächlichen Zusammenhang, ohne diesen Zusammenhang zu belegen.
So hört der ideologiekritisch geschulte Leser das unausgesprochene Kalkül (Rekonstruktion, kein Zitat):
Mit »Gedöns« brauche ich kein Argument gegen Klimapolitik – das Wort erledigt die Abwertung schon selbst, es macht aus einer ernsten Sache lästiges Beiwerk, über das man die Augen verdreht. Weil ich es direkt vor die hohen Energiepreise setze, entsteht die Kausalkette wie von selbst: nicht der Markt, nicht globale Krisen, sondern »das Gedöns« ist schuld. Wer das Wort übernimmt, hat die Klimapolitik schon abgehakt, bevor er eine einzige Zahl gesehen hat.