Belegte Aussage — Tobias Rausch (AfD)
„Als neue deutsche Familienpartei weisen wir diese familienunfreundliche Politik entschieden zurück.“
Quelle
Kodierte sprachliche Mittel
Selbst-EtikettierungSprachkritische Analyse
Die Selbstbezeichnung "neue deutsche Familienpartei" beansprucht exklusiv die Themenfelder Familie und nationale Zugehörigkeit für die eigene Partei und wertet damit implizit andere Parteien als nicht-deutsch beziehungsweise familienfeindlich ab. Die als "familienunfreundlich" etikettierte Politik der Gegenseite wird nicht inhaltlich benannt oder belegt.
So hört der ideologiekritisch geschulte Leser das unausgesprochene Kalkül (Rekonstruktion, kein Zitat):
Ich nenne mich nicht »eine Partei, die auch Familienpolitik macht« - ich nenne mich »die neue deutsche Familienpartei«, mit bestimmtem Artikel im Kopf des Hörers, als gäbe es keine andere. Wer für Familien ist, muss jetzt eigentlich mich wählen - und wer meine Politik ablehnt, lehnt scheinbar Familien ab, nicht nur meine Partei. Was die »familienunfreundliche Politik« der anderen konkret ist, sage ich nicht - das Etikett allein reicht, um mich als die einzig legitime Stimme in dieser Frage zu positionieren.