Belegte Aussage — Mario Lehmann (AfD)
„„Rangelei“ ist auch ein so gängiger Begriff der 68er-Klientel, wenn es um Antifa oder um Asylantengewalt geht.“
Quelle
Kodierte sprachliche Mittel
KampfbegriffPauschalisierenSprachkritische Analyse
Die Formulierung ordnet ein einzelnes verharmlosendes Wort (»Rangelei«) pauschal einer ganzen politisch-generationellen Gruppe zu, der »68er-Klientel«, und unterstellt ihr ein systematisches Sprachverhalten. Der Begriff »Klientel« markiert diese Gruppe zusätzlich als interessengeleitete Lobby statt als vielfältige politische Strömung, was die Kritik an einer einzelnen Wortwahl zur Delegitimierung ganzer Milieus ausweitet.
So hört der ideologiekritisch geschulte Leser das unausgesprochene Kalkül (Rekonstruktion, kein Zitat):
Ich nehme ein einziges Wort, das irgendwer irgendwann benutzt hat, und mache daraus einen Sprachgebrauch, der angeblich einer ganzen Generation und ihren politischen Erben gehört. »Klientel« klingt nach organisierter Interessengruppe, nicht nach Menschen mit eigenen, unterschiedlichen Ansichten — so kann ich sie als Block behandeln, der Antifa-Gewalt verharmlost und Asylantengewalt kleinredet. Ob die Person, die »Rangelei« gesagt hat, überhaupt zu dieser Gruppe gehört, ist mir gleichgültig — das Etikett tut die Arbeit für mich. So wird aus einem strittigen Wortwahl-Vorwurf ein Urteil über ein ganzes politisches Lager.