Belegte Aussage — Hagen Kohl (AfD)
„zweitens die GRÜNEN nicht nur Schönwetterredner, sondern auch Schönwetterradler sind.“
Quelle
Kodierte sprachliche Mittel
KampfbegriffSelbst-EtikettierungSprachkritische Analyse
Die Formulierung nutzt eine lautliche Analogie zum bereits abgewerteten Begriff »Schönwetterredner«, um die politische Praxis der Grünen als bloße Fassade zu diskreditieren: Wer bei Regen nicht Rad fährt, disqualifiziert sich angeblich insgesamt als ökologisch glaubwürdig. Der Kunstbegriff verallgemeinert eine einzelne beobachtete Szene zu einem Charakterurteil über die gesamte Partei.
So hört der ideologiekritisch geschulte Leser das unausgesprochene Kalkül (Rekonstruktion, kein Zitat):
Ich brauche kein Argument gegen die Grünen-Politik, ich brauche nur einen Reim. »Schönwetterredner« kennt jeder schon als Spott für Politiker, die groß reden und nichts halten — ich hänge »Schönwetterradler« einfach dran, und der Klang allein erledigt die Arbeit. Dass ein paar Leute bei Regen lieber trocken bleiben, ist keine Enthüllung, aber ich mache daraus einen Beweis: seht her, sogar ihre eigenen Prinzipien halten die nicht durch. Wer künftig »die Grünen« hört, hört unbewusst den Reim mit — Doppelmoral, ohne dass ich das Wort je aussprechen musste.